Casper – mehr als nur Matratzen

Guter Schlaf dank Casper

Sheryl Sandberg, Chief Operating Officer von Facebook, schlug sich die Nächte um die Ohren, heute weiß sie: Schlaf ist wichtig. Und zwar guter Schlaf, denn nur der gibt einem die Kraft, den Tag erfolgreich zu meistern. Hip waren die, die nur drei Stunden die Nacht schliefen, mit dem Irrglauben, nur dann erfolgreich zu sein. Doch die Erkenntnisse ändern sich, genauso wie die Einstellung vieler Arbeitgeber, die im modernen Stil sogar Arbeitsplätze schaffen, in denen ein kurzer Schlaf, der sogenannte „Powernap“, erst möglich ist. Die Ruhephase in der Nacht galt lange unterschätzt, rückt jedoch immer mehr und mehr ins Bewusstsein erfolgreicher Menschen. Denn nur wer anständig und gut schläft, kann Höchstleistungen am Tag erbringen. Es ist kein Trend, es ist ein Lifestyle, auf den auch das Unternehmen Casper setzt. Als Startup haben sie es bereits geschafft, 100 Millionen Umsatz zu machen. Wie das geht? Das verrät uns der Managing Director von Casper Deutschland, Constantin.

ELBBLICK: Wie kommt ein Startup wie Casper mit Matratzen auf so einen unglaublichen Erfolg in so kurzer Zeit?

Constantin: Vielleicht ist eines der Kernelemente, dass sich die Matratzenindustrie seit Jahrzehnten nicht verändert hat und wir mit unserem Geschäftsmodell einfach neue Impulse und Standards gesetzt haben. Die meisten Anbieter arbeiten nicht online, setzen auf Matratzenkauf in Geschäftsräumen mit viel Neonlicht, wo man in kurzer Zeit sich für eine Matratze entscheiden soll, die einen mindestens die nächsten 5-10 Jahre begleitet. Das schafft keine positiven Einkaufserlebnisse und ist auch kein natürlicher Vorgang, man ist ja nicht in seiner gewohnten Umgebung. Und eine Kaufentscheidung einer Matratze ist wohl mit einer der wichtigsten Entscheidungen in Sachen „Schlaf“. Wir setzen daher auf Online Shopping, denn nur zu Hause kann man doch feststellen, ob einem die Matratze behagt oder nicht – mit seinem Licht, in seinem Bett und mit seinen Ritualen. Und wir geben 100 Tage Rückgaberecht.

ELBBLICK: Spürt man denn eine Veränderung beim Konsumenten?

Constantin: In einer Leistungsträgergesellschaft ist es absolut wichtig, zu wissen, woher man die Energie dafür holt. Leistungssportler zum Beispiel machen das ja auch schon jahrelang: Sie schauen, wann sie wie schlafen, um in Topform zu sein. Und nach und nach wird das Thema „Schlaf“ immer mehr in unserer Gesellschaft diskutiert und man setzt sich damit intensiver auseinander. Es zählen nicht die Schlafstunden, sondern auch die Frage, wie man schläft – und da bietet Casper eben auch ein tolles Produkt. Wir glauben, nur ein starkes Produkt kann sich am Markt durchsetzen.

ELBBLICK: Was zeichnet denn Matratzen von Casper aus?

Constantin: Wir sind ein amerikanisches Unternehmen, in San Francisco sitzen 25 Leute, die sich nur damit beschäftigen, herauszufinden, was die Leute für Schlaf benötigen. Wie man schläft, welche Bedürfnisse und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse. Und daraus entsteht dann eine unserer Matratzen. Wir verbessern so lange, bis das Produkt eben qualitativ hochwertig ist.

ELBBLICK: Was setzt ihr euch für Standards?

Constantin: Wir glauben tatsächlich an vier Kernpunkte: Stabilität, Temperatur, Haltbarkeit und Komfort. Früher nahm man an, je härter man schläft, desto besser schläft man. Wir glauben, es ist eine Mischung aus allem. Wir testen sehr aufwendig, damit man eben für alle Bedürfnisse ein sehr gutes Produkt hat.

ELBBLICK: Wenn wir eine Matratze kaufen, sind wir meist mit den Bezeichnungen „Taschenfederkern, Kaltschaum“ und ähnlichem hoffnungslos überfordert. Wer kann einen denn online beraten?

Constantin: Wenn man überhaupt keine Ahnung hat, sollte man auf jeden Fall keine wählen, die um unteren Preissegment liegt. Es ist selten – übrigens nicht nur bei Matratzen – dass es für wenig Geld Qualität und Komfort gibt. Man sollte vor allem bei einem Kauf einer Matratze schon bereit sein, auch zu investieren. Denn man verbringt einen großen Teil seines Lebens auf einer Matratze, wenn die gut ist, sogar zwischen 8-10 Jahren im Schnitt. Auch empfehlen wir, sich von den Materialien zu lösen, sondern eher danach zu gehen: Auf der Matratze fühle ich mich wohl, auf der schlafe ich. Und das sollte unserer Meinung nach zu Hause passieren und nicht irgendwie in einem Laden.

ELBBLICK: Was passiert, wenn jemand die Matratze 100 Tage testet und dann doch zurück gibt?

Constantin: Das ist ja unser Service, dann nehmen wir sie natürlich zurück. Man muss nur anrufen und wir holen die ab und geben das Geld zurück. Ganz einfach. Natürlich wird die Matratze nicht mehr wieder verkauft, wir bereiten jedoch einige Matratzen – je nach Abnutzung – wieder auf und stellen die Ausgangssituation wieder her und spenden diese genutzten Matratzen an karitative Einrichtungen. Aber auch die Matratze recyceln wir und verwerten die recycelten Materialien wieder neu. Aber meistens kommen ja nicht viele Matratzen zurück, denn die große Zahl unserer Kunden ist ja zufrieden mit dem Produkt.

ELBBLICK: Ist das Konzept denn nachhaltig?

Constantin: Wir versuchen unser bestmögliches, dass die Matratzen eben in dem Herstellungszyklus wieder verwertet werden können – wenn es denn möglich ist. Viele Materialien sind ja wiederverwertbar. Unsere Cover sind aus Baumwolle, ein natürliches Produkt. Und aus dem Schaum kann man auch Sekundärprodukte machen – zum Beispiel für Dämmung. Es bleibt nicht viel über.

ELBBLICK: Wie lange hält denn eine Matratze?

Constantin: Auf unsere Produkte geben wir mit gutem Gewissen 10 Jahre Garantie. Wir haben nach mehreren Tests auch herausgefunden, was über die Jahre hinweg mit der Matratze passiert und haben diese so konzipiert, dass sie eben auch so lange hält. Denn von uns werden nur langlebige Produkte hergestellt. Nach 13,7 Jahren kauft der Deutsche im Durchschnitt übrigens eine Matratze.

ELBBLICK: Schlaf, ein wichtiges Thema wie oben erwähnt – warum wird darüber so wenig gesprochen?

Constantin: In Amerika gibt es längst Unternehmen, die Mitarbeitern Schlafplätze zur Verfügung stellen. Oder aber wissen, dass nur ausgeschlafene Mitarbeiter eben fitte Mitarbeiter sind. Das Thema ist in Deutschland noch recht unterentwickelt, aber es zeichnet sich ein Trend ab, dass alles rund um den Schlaf immer mehr Bedeutung hat für die Effizienz des Unternehmens. Die Menschen merken: Je besser der Schlaf, desto leistungsfähiger.

ELBBLICK: Casper bietet noch mehr als nur eine Matratze, sondern auch einen Schlafservice, was ist das genau?

Constantin: Wir haben eine Hotline, wo Kunden anrufen können, um sich zum Beispiel eine „Gute Nacht Geschichte“ vorlesen lassen zu können. Das ist wie in Amerika. Man kann auch Fragen an einen „Sleeprobot“ stellen, wie man einschlafen kann oder aber auch mit ihm chatten, damit man in den Schlaf findet. Wir machen viele Sachen rund um das Schlafen – denn das ist eben genauso wichtig wie die Wahl der richtigen Matratze. Kunden sollen auch interagieren können, sich austauschen über das wichtige Thema Schlaf.

ELBBLICK: Wie schläft denn ein CEO von Casper?

Constantin: Heute tatsächlich wenig, weil ich früh geflogen bin. Aber generell achte ich auf einen längeren Schlaf, besonders am Wochenende und ich mache mein Handy rechtzeitig aus, mindestens eine halbe Stunde vorher. Denn die elektrischen Geräte, auch Laptop oder ein Fernseher, sind Störfaktoren und enthalten viel blaues Licht, was einen am Schlafen hindert. Handys haben übrigens einen Filter, in dem man das blaue Licht minimieren kann. Und man sollte sich immer Gedanken über die Temperatur im Raum machen. Das hilft, um besser und schneller einzuschlafen. Und wie gesagt: Einfach mal ausprobieren – der erste und letzte Griff nach oder vor dem Schlafen sollte nicht das Handy sein. Ist auch spannend, wenn man das ausprobiert, was dann sonst so im Schlafzimmer passieren kann (lacht).

ELBBLICK: Und was hat Casper noch für Ziele in der Zukunft?

Constantin: Unser neuester Clou ist sicher die Hundematratze. Denn auch ein Haustier bracht eine gute Schlafgrundlage.

Mehr Infos unter www.casper.com

 

Das könnte Dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.