ELAIZA im Interview

LIVE in concert am 11. November im NOCHTSPEICHER, HAMBURG
Von Null auf Hundert – so könnte man wohl die Karriere von Elaiza beschreiben. Damals bewarben sie sich beim Eurovision Song Contest und setzten sich als absolute Newcomer gegen gestandene deutsche Musiker beim Publikum durch. Mit ihrem Folk-Pop setzten sie nicht nur musikalisch neue Akzente, auch als reine Frauenband brachten sie einen erfrischenden Spririt in die doch oft männerdominierte deutsche Musiklandschaft. ELBBLICK Magazin traf die drei Mädels im kulturreich, ein Ort für besondere Anlässe, wo derzeit auch die aktuelle Ausstellung „Ladyflash – starke Frauen im Musikbusiness“ der Fotografin Katja Ruge zu finden ist und die dem Interview Inspiration gab, um über das Thema „Frauenband“ noch näher zu sprechen.

 

ELBBLICK: Euer neues Album „Restless“ gibt es schon seit Mai diesen Jahres, nun seid ihr in vielen deutschen Städten auf Tour. Zu unserer Überraschung ist hier ein ganz neuer Sound von euch zu hören. Wie kam das?

 

ELAIZA: Es liegt sicher an der Weiterentwicklung der Band und am Songwriting. Es ist handgemachter, wir wollen keine Spuren mitlaufen lassen und wir wollen das zeigen, was wir können: ohne viel Schnick Schnack, noch mehr musikalisch Austoben und klassische Instrumente wie Kontrabass, Klavier und Geige in den aktuellen Sound der heutigen Zeit einzubinden. Natürlich gab es Diskussionen, aber am Ende haben wir jetzt „Restless“ geschaffen.

 

ELBBLICK: Fiel es euch schwer, diese klassischen Elemente zu integrieren?

 

ELAIZA: Nein, es ging relativ gut. Wir haben gleich eine gute Energie gehabt und das zu Dritt hinbekommen.

 

ELBBLICK: Aber ihr müsst schon zugeben, dass der Sound insgesamt anders ist als sonst. Was sagen Eure Fans dazu?

 

ELAIZA: Bislang haben wir nur positives Feedback bekommen. Aber man will ja nicht das hundertste Album im gleichen Stil machen, sondern sich auch als Künstler weiterentwickeln. Und so groß ist der Bruch nicht, aber natürlich weniger folkloristisch. Sich zu wiederholen ist nicht zu schwer. Aber sich selbst treu zu bleiben, und was Neues hinzuzunehmen, das ist was Besonderes und daher hat es ja auch zwei Jahre gedauert, bis wir damit rausgekommen sind. Wir schreiben, arrangieren, haben neue Produzenten und DJs dazu genommen, unsere Band, so ist es breitgefächert und am Ende ist dieser Sound entstanden.

 

ELBBLICK: Männer dürfen also bei euch produzieren, aber nicht mitspielen?

 

ELAIZA: Natürlich nicht (lacht) – und als Yvonne leider ausgetreten ist, war klar: es kam als Nachfolger für sie kein Mann in Frage. Und es sind männerdominierte Instrumente, die Frauen aber auch perfekt spielen können!

 

ELBBLICK: Wir sitzen ja hier im kulturreich, wo es aktuell noch bis Ende Dezember die Ausstellung von Musikfotografin Katja Ruge gibt. Sie hat ja „Starke Frauen im Musikbusiness“ fotografiert. Wie ist eure Message als reine Frauenband dazu?

 

ELAIZA: Frauenpower – ganz klar! Die Frauenanzahl könnte noch mehr werden im Musikbusiness – das würden wir uns wünschen. Und das Frauen ihre Message haben und auch alles schaffen können: Es müssen mehr Frauen an Führungspositionen, mehr Frauen sollten Musik machen, produzieren, Songs schreiben.… Es ist noch viel Luft nach oben im Musikbereich, wir als Band möchten Zeichen setzen und eben auch als Frauenband mehr als nur „Püppchen der Musikindustrie“ sein. Deshalb beschäftigen wir uns auch mit Themen, die Frauen bewegen, wie zum Beispiel häuslicher Gewalt. Und wir unterstützen auch z.B. das SOS Kinderdorf, weil wir glauben, das es wichtig ist, als Band auch eine Botschaft zu haben und eine Verantwortung zu übernehmen. Und was Gutes zu bewegen.

 

ELBBLICK: Hamburg, was schätzt ihr?

 

ELAIZA: Wir sind absolute Hamburg Fans! Wenn wir könnten, würden wir direkt hier hinziehen. Wir haben hier jedes Mal viel Spaß und sind unglaublich gern hier. Es ist eine besondere Stadt – unser Lieblingsort ist das Schulterblatt, weil man hier immer wieder jemanden trifft. Vor allem Musiker. Alle die dort hingehen haben auch Lust, sich mit anderen zu verbinden – das ist immer eine schöne Atmosphäre. Hier sind schon einige spontane Songwriting Sessions entstanden, bis hin zu kompletten Songs, wie z.B. unserer aktuellen Single „Real“

 

ELBBLICK: Ach – REAL ist unser Lieblingssong…

 

ELAIZA: Ja, ist auch unser Lieblingssongs. Eine super ehrliche Nummer und wunderschöne eine Akustikversion – da haben wir beim schreiben echt „Pandaaugen“ bekommen (lacht).

 

ELBBLICK: Und was können die Hamburger Konzertbesucher am 11. November im Nochtspeicher erwarten?

 

ELAIZA: Spaß! Vor allem Spaß. Wir sind mit der ganzen Band da, möchten einfach nur spielen, manchmal passieren ja auch unvorhergesehene Dinge, die uns dann spontan improvisieren lassen. Auf jeden Fall ist kein Konzert gleich, aber wir geben immer alles, damit die Menschen den Abend genießen können. Am Schönsten ist es dann immer, wenn die Leute auf einmal anfangen abzugehen, sich mit dir als Band zu verbinden und dieses Band bis zum Ende aufrecht erhalten. Deshalb machen und lieben wir Musik!

http://www.elaiza.de

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